Mit dem Historiker unterwegs

Eine einmalige Gelegenheit sich vor Ort ein Bild zu machen über die Kriegsschauplätze an der Grenze zwischen Frankreich und Deutschland.

Die Westfront in den Vogesen – Exkursion zu den Kampfstätten des 1. Weltkrieges 1914-1918 auf dem Tête des Faux/Buchenkopf

Die Exkursion findet unter Leitung eines Militärhistorikers statt und führt im Rahmen einer landschaftlichen schönen Tageswanderung zu den Kampfstätten des 1. Weltkrieges auf dem Tête des Faux/Buchenkopf.

Mit Hilfe von zeitgenössischem Karten- und Bildmaterial werden vor Ort die Kämpfe des 1. Weltkrieges in den Vogesen und am Buchenkopf sowie die militärische und logistische Struktur der Westfront (Schützengrabenkrieg, Stellungsbau, Wohnbereiche hinter der Front, Versorgung, Seilbahnen, Friedhofskultur) nachvollziehbar gemacht.

Die Wanderung beginnt am Col du Calvaire. Dort erinnert ein kleiner Gedenkstein an die ersten Grenzkämpfe im August 1914, als französische Alpenjäger versuchten, über die Vogesenpässe, in das damals zum Deutschen Reich gehörende Elsass einzudringen.

2,5 Kilometer geht es durch Hochwald und über Almwiesen mit weitem Ausblick auf die ehemalige Frontlinie zum Gipfel des 1220m hohen Tête des Faux. Vor dem Bergpanorama erfolgt eine Einführung in die Geschichte, Topographie und Klimatologie des Vogesenkriegsschauplatzes und den Frontverlauf.

Am Fuss des Gipfels wird der französische Waldfriedhof „Cimetiere Duchesne besucht. Am Friedhof ist die eigentliche Front erreicht. Reste der ehemaligen französischen Stellungen sind in der Nähe zu entdecken. Im Verlauf heftiger Kämpfe um die Jahreswende 1914/15 stabilisierte sich die Front auf dem Gipfel des Tête des Faux/Buchenkopf. Der Krieg am Berg wurde endgültig zum Stellungskrieg. Vor allem bayrische Truppen bauten den Ostteil des Buchenkopfes systematisch mit betonierten Anlagen und Stacheldrahtverhauen aus. Auf dem Gipfel befinden sich aus dieser Zeit grosse Bunkeranlagen, u.a. der mehrstöckige Bunker „Stützpunkt Buchenkopf“, betonierte Schützengräben und ausgedehnte Drahtverhaue. Mit Hilfe von Stellungskarten wird vor Ort die Kampfsituation rekonstruierbar.

Die Exkursion folgt den deutschen Stellungen am Südosthang des Tête des Faux. Viele der dortigen Bunker weisen originale Bauinschriften auf.

Zwischen dem Roche du Corbeau und dem Etang du Devin führt die Exkursion in den rückwärtigen Bereich der deutschen Stellungen. Beim Besuch der Seilbahnstationen, der Wohn- und Sanitätsbunker und zweier zeitgenössischer deutscher Soldatenfriedhöfe mit originalen Gedenksteinen wird der 1. Weltkrieg als logistisches und kulturelles Problem thematisiert.

Die Exkursion ist eine Tagestour. Schwierigkeitsgrad: Leichte Wanderung. Feste Schuhe und ein Lunchpaket empfehlen sich.

Anhand von Karten spannend erzählt, interressant auch für Schulklassen.

Bunkerruine